Delegation um Prinz von Buganda-Uganda besucht Augenklinik Ahaus: Ausbildungs Know-How gefragt
(November 2011/Ahaus). Im Zuge ihrer Deutschlandreise besuchten Prinz Edward Kimbugwe (Prinz von Buganda - Uganda) und vier hochrangige Vertreter der Universität von Kampala/Uganda am vergangenen Samstag die Augenklinik Ahaus. Der Prinz, der in Deutschland studiert hat, schätzt die professionellen Aus- und Weiterbildungssysteme Deutschlands sehr. Als Repräsentant seines Landes und mit engen Kontakten zur Regierung hilft er bürokratische Barrieren, die die Unterstützung aus Deutschland sehr behindern, abzubauen. Mit ihm reisten der Vize-Kanzler der Universität Kamapala, Amb. Al-Haj Prof. Badru D. Kateregga und dessen Forschungsdirektor Dr. Ronald P. Semyalo mit zwei weiteren Mitarbeitern.
Schon zu Beginn des Jahres führten Hanfred Spirgatis, der Präsident der Uganda Health and Eye Care Association (UEHCA) und Dr. Ralf Gerl, der Leiter der Augenklinik Ahaus, auf Einladung des ugandischen Gesundheitsministeriums in der Hauptstadt Kampala Gespräche über die Möglichkeit einer verbesserten medizinischen Versorgung augenkranker Patienten.
Mit dem Besuch des Prinzen und den Vertretern der Universität Kampala geht die Zusammenarbeit in die konkrete Phase. Die Sachspenden, unter anderem 20.000 Brillen der Firma HS-Optikmaschinen aus Rosendahl und moderne medizinische Messgeräte, die die Augenklinik Ahaus zur Verfügung stellt, dienen der Basisausstattung für die zukünftige Ausbildung und Hilfe zur Selbsthilfe.
Dr. Ralf Gerl präsentierte der Delegation die ausgearbeiteten Ausbildungspläne für ihren Einsatz im März 2012. Zunächst sollen vier OP-Teams mit jeweils einem Operateur, einer Operationsschwester und einer weiteren Führungskraft ausgebildet werden. Desweiteren sind 200 Katarakt-Operationen für den ersten Einsatz im kommenden März geplant. Auch konnten schon weitere Pläne für die zukünftige Zusammenarbeit konkretisiert werden. Die Hilfsorganisation UEHCA, die mit Dr. Ralf Gerl und der Augenklinik Ahaus einen engagierten Partner gefunden hat, wird sich langfristig für die moderne technische Ausstattung auch innerhalb der Universität Kampala einsetzen. Hierfür wurden Verträge mit der Universität für fünf Jahre abgeschlossen.
In einem gemeinsamen Curriculum zwischen der Universität Kampala und der Augenklinik Ahaus soll eine professionelle OP-Ausbildung ermöglicht werden. Nach über vier Stunden intensiver Gespräche, verabschiedeten sich die Gäste mit einem guten Gefühl. „Wir brauchen die Hilfe dringend“ betonte der Prinz. „Besonders von der deutschen Technik und Arbeitsmentalität war ich während meines Studiums sehr beeindruckt. Dieses Wissen möchte ich meinen Landsleuten zu Gute kommen lassen. Die Ressourcen in Uganda sind da, wir müssen nur lernen, sie richtig zu nutzen“.
Bild von rechts nach links:
Dr. Karl Brasse (Vreden) Dr. Ralf Gerl (Augenklinik Ahaus), Zaidi Kitagana (Dozent Univ. Kampala), Prince Edward Kimbugwe (Prinz von Buganda) Hon. Sebaggala (ehemal. Bürgermeister von Kamapala, jetzt Parlamentarier), Prof. Badru D. Kateregga (Vize-Kanzler Univ. Kampala), Hanfred Spirgatis (HS-Optikmaschinen Rosendahl), Dr. Ronald P. Semyalo (Forschungsdirektor Univ. Kampala), Ronald Balimunisi (System Admin. Univ. Kamapala)
Uganda:
Das ostafrikanische Land Uganda ist mit 34 Millionen Einwohnern in der Fläche so groß wie die ehemalige Bundesrepublik Deutschland. Nach dem Bürgerkrieg unter dem Diktator Idi Amin, ist das jetzige Parlamentssystem nicht nur wirtschaftlich aufstrebend. Die stabile Regierung unter Präsident Museveni sorgt seit 25 Jahren für Frieden, ökonomischen Aufschwung und auch für eine verbesserte medizinische Versorgung.
Dabei helfen verschiedene internationale Organisationen wie die WHO, aber auch viele kleine wie Lions und Uganda Health and Eye Care Association (UHECA); letztere besonders auf dem Gebiet der Augenheilkunde und der Augenoptik.
Von insgesamt 32 einheimischen Augenärzten sind 25 beruflich aktiv. Diese betreuen die, über das ganze Land ziemlich gleichmäßig verteilten, 13 staatlichen Augenkliniken mit deren Außenstellen.
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