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Grenzen der Lasik

Warum gibt es unterschiedliche Aussagen?

Wenn Sie einer derjenigen Menschen sind, die eine Kurzsichtigkeit über -10 Dpt. haben, sich für einen refraktiven Eingriff (Sehen ohne Brille) interessieren und schon mehrfach im Netz recherchiert haben, werden Sie wahrscheinlich eine Frage haben: Warum sind die Grenzen der Lasik bei jeder Klinik anders?

Sowohl im In- als auch Ausland finden sich Grenzen zwischen -8 und -15 Dpt. Bei Kliniken, die über das gesamte Spektrum der Behandlungsmöglichkeiten zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten verfügen, wird für Kurzsichtigkeiten ab -10 Dpt. eine Linsenimplantation empfohlen. Daher ist die Unsicherheit groß, welches Verfahren für einen selbst am besten geeignet ist. Eine Linsenimplantation erscheint vielen Kandidaten fremder als die LASIK. Trotz Bedenken lassen sich viele eher Lasern als eine Linse implantiert zu bekommen, auch bei Werten von -15 Dpt. Hierbei ist jedoch Vorsicht geboten.

Die LASIK ist nämlich zur Korrektur der Kurzsichtigkeit nur bis -10 Dioptrien wissenschaftlich anerkannt. Die Einstufung der LASIK als "wissenschaftlich anerkannt" wurde gemeinsam durch die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG), Heidelberg, und den Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA), Düsseldorf, vorgenommen.

Die Einstufung eines Verfahrens als "wissenschaftlich anerkannt" erfolgt nach folgenden Kriterien:

"Ein Verfahren wird als "wissenschaftlich anerkannt" bezeichnet, wenn

  • die Vor- und Nachteile dieses Verfahrens weitestgehend bekannt sind,
  • der Anwendungsbereich klar umschrieben werden kann, und
  • Langzeitergebnisse vorliegen, die Spätkomplikationen unwahrscheinlich erscheinen lassen."

(Zitat aus den Richtlinien der Kommission Refraktive Chirurgie (KRC) der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) und des Berufsverbandes der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA))1

1: Quelle: Komission Refraktive Chirurgie (KRC), http://www.augeninfo.de/krc/patinf_l.php